Letzte Woche erschien auf Das_Medium ein Artikel, der die aktuellen Erkenntnisse bezüglich Covid-19, Long Covid und Co. vorstellte. Der Artikel berief sich dabei auf ein aktuelles Paper des WHN (World Health Network), das die Erkenntnisse von knapp 200 Studien zusammenfasst.
von Christian Klosz
Das WHN-Paper beschreibt aber nicht nur das Problem, sondern zeigt auch Lösungen auf: Nicht umsonst lautet sein Titel „SARS-CoV-2 und COVID-19: Von der Krise zur Lösung“. Im Folgenden sollen die von den Expert/innen des WHN vorgestellten Lösungen präsentiert werden.
Nachhaltige Lösungen für den Umgang von Covid-19, Long Covid & Co.
Schritt 1: Information statt Desinformation
„Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Öffentlichkeit genaue Informationen über Infektionsrisiken, die Übertragungswege über die Luft und wirksame Schutzmaßnahmen erhält, um informierte Entscheidungen treffen und öffentliche Schutzvorschriften einhalten zu können. (…) Seit Beginn der Pandemie haben jedoch verbreitete optimistische Spekulationen und regelrechte Fehlinformationen auch von professionellen und offiziellen Quellen zu einer verzerrten Wahrnehmung geführt. (…) Veraltete klinische Definitionen von COVID-19, die noch auf den akuten respiratorischen Aspekten der Krankheit aus dem Jahr 2020 basieren, werden weltweit weiterhin verwendet (…) Dies macht die Statistiken unzuverlässig für eine realistische Abschätzung der tatsächlichen Auswirkungen der Infektionen. Die jüngste Zunahme plötzlich ungeklärter Todesfälle bei zuvor gesunden Personen wurde direkt mit der Krankheit und nicht mit den Impfstoffen in Verbindung gebracht. Die Kombination aus unzureichenden Informationen über die langfristigen Auswirkungen der Krankheit und einer Fokussierung auf Impfstrategien kann jedoch dazu führen, dass die Rolle der Impfstoffe kritisch betrachtet wird und Schäden eher den Impfstoffen als der Krankheit zugeschrieben werden.“ – Schritt 1 einer vernünftigen, nachhaltigen gesellschaftlichen (politischen) Strategie im Umgang mit dem weiter zirkulierenden Virus und den von ihm verursachten Schäden ist Information. Die Aufgabe kommt den Medien zu, aber auch der Politik, die die Bevölkerung nicht mehr wegen eigennütziger, populistischer und machttaktischer Motive über die wahren Gefahren im Dunkeln lassen sollte.
Schritt 2: Schäden und Kosten der Dauerdurchseuchung benennen
„Eine direkte Kosten-Nutzen-Analyse verdeutlicht den großen Vorteil, den die Eindämmung und Unterdrückung von COVID-19 mit sich bringt. Die Investitionen in Schutzinterventionen und Vorsichtsmaßnahmen, wie Tests, Unterstützung bei Isolation und Quarantäne, Überwachung und Luftreinigungsmaßnahmen, müssen gegen die fortlaufenden Kosten abgewogen werden, die durch die unkontrollierte Ausbreitung von COVID-19 entstehen. (…) Selbst bei den aktuellen unzureichenden Überwachungsbedingungen werden die direkt mit der Krankheit verbundenen Kosten auf Milliarden geschätzt. (…) Laut einer kürzlichen Studie von Altmann et al. ist „die bevorstehende Belastung durch Long COVID, der sich Betroffene, Gesundheitsdienstleistende, Regierungen und Volkswirtschaften gegenüberstehen, so enorm, dass sie unvorstellbar ist, was möglicherweise der Grund dafür ist, dass ihr derzeit nur minimale hochrangige Planung gewidmet wird.““ – Die bereits entstandenen und weiter entstehenden, auch ökonomischen Schäden wurden bereits berechnet. Sie müssen benannt und kommuniziert werden.
Schritt 3: Simple Schutzmaßnahmen
„Eine wesentliche Maßnahme zur Bekämpfung der Pandemie ist die Sanierung der Innenraumluft. (…) Auch Massentests und die Verteilung von Atemschutzmasken sind kostengünstige und effektive Maßnahmen. Im Vergleich zu den fortlaufenden Kosten endloser COVID-19-Infektionen sind diese Ausgaben vernachlässigbar. (…) Nutzenvergleiche finden sich auch im Kontext von historisch bedeutenden Maßnahmen wie sauberem Wasser und sauberer Luft.“ – Simple Maßnahmen wie saubere Luft, Rückkehr zum Testen oder eine „Maskenkultur“ müssen kommuniziert und propagiert werden.
Schritt 4: Die Lösung – Implementierung der verfügbaren Maßnahmen zur Beendigung der unkontrollierten Ausbreitung
„Das Ziel, die Ausbreitung von COVID-19 zu stoppen, ist weder unerreichbar noch ein Rätsel. Der primäre Übertragungsweg von SARS-CoV-2 über die Luft steht nicht mehr zur Debatte. Um das Virus effektiv zu bekämpfen, müssen wir einen Plan entwickeln, der dem historischen Ansatz zur Kontrolle der Cholera durch Einführung von sauberem Wasser ähnelt. Der wissenschaftliche Konsens ist eindeutig: Wir haben die notwendigen Werkzeuge und Strategien, um die Ausbreitung von COVID-19 durch proaktive, wissenschaftsbasierte Interventionen zu kontrollieren, und ihre konsequente Anwendung ist der einzig gangbare Weg, um die öffentliche Gesundheitskrise zu beenden. (…) Es ist entscheidend, Maßnahmen zu fördern, zu normalisieren, zu unterstützen und durchzusetzen, die die Übertragung über die Luft minimieren, indem sie die gemeinsame Nutzung ungefilterter Luft verhindern. Die effektivste Quellenkontrolle bieten passende Atemschutzmasken. Zusätzlich ist es von großer Bedeutung, die Innenraumluftqualität auf Infektionskontrollstandards zu heben, indem CO2-Werte und Partikel überwacht und mechanische Belüftungssysteme sowie Filter verbessert werden. (…) Ergänzend sind Überwachungstests, Tracking, Abwasseranalysen, organisierte und unterstützte wissenschaftsbasierte Isolation und Quarantäne, Impfungen sowie kontinuierliche, zielgerichtete und wissenschaftlich fundierte Informationskampagnen unerlässlich. (…) Die vielleicht wichtigste Maßnahme ist es jedoch, die Öffentlichkeit genau über die tatsächlichen langfristigen Infektionsrisiken, die Übertragungsarten über die Luft und wirksame Schutzmaßnahmen zu informieren. (…) Es ist weder praktikabel noch notwendig, alle intensiven Maßnahmen überall oder ständig umzusetzen. Wenn eine Maßnahme nicht anwendbar ist, können andere verstärkt werden, wie etwa verbesserte Luftfilterung, gerichtete Luftströme, häufigere Tests und der Einsatz von hochwertigen Atemschutzmasken.“ – Die Lösung ist klar, einfach umzusetzen, leistbar und wissenschaftlich belegt. Historische Errungenschaften wie die Eindämmung der Cholera können als Vorbild gelten.
Schlussfolgerung
„Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Kosten von Infektionen und Reinfektionen übersteigen bei Weitem die Kosten für präventive Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung und somit auch der viralen Replikation und der Entwicklung neuer Varianten. Zu diesen Maßnahmen zählen wissenschaftlich fundierte öffentliche Gesundheitsinformationen, die Implementierung von Luftreinigungsstrategien, Überwachungstests, die Normalisierung des Tragens von Atemschutzmasken, die Sicherung öffentlicher Plätze und die Förderung von Telearbeit sowie Investitionen in die Forschung zur Entwicklung von Impfstoffen und Behandlungen, die sterile Immunität bewirken können. Historische Maßnahmen wie die Verbesserung der Wasserqualität, das Händewaschen, Desinfektion in der medizinischen Praxis, Bauvorschriften, Fahrzeugsicherheit und die Bekämpfung von HIV zeigen, dass Gesundheit und Sicherheit durch effektive öffentliche Kommunikation, Bildung und politische Maßnahmen gefördert werden können. Die Kombination aus akuter Erkrankung, weit verbreitetem symptomatischem Long COVID und umfassenden Organschäden unterstreicht die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Übertragungen. (…) Alle praktischen Ansätze zum Leben mit dem Virus (…) erfordern Maßnahmen, die bekannt, verfügbar, erschwinglich und durchführbar sind. Es gibt keinen Grund, sie nicht zu ergreifen.“
Es liegt nun bei der Politik (und auch der Wirtschaft), diese an sich recht leicht verständlichen Informationen zu erfassen und die nötigen Schritte in die Wege zu leiten, nachhaltige Strategien im Umgang mit Covid-19 und seinen Folgen in der Gesetzgebung zu implementieren bzw. einzufordern. Passiert das nicht bald, wird der langfristige Schaden an der Gesellschaft, den einzelnen Menschen, aber auch der Wirtschaft um ein Vielfaches größer sein, als die temporären „Lockdowns“ vor 4 Jahren.
Das gesamte WHN-Paper kann man HIER lesen.
Titelbild: Symbolbild Luftfilter / KI-generiert






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