Wien (OTS) – Burgenlands Landeshauptmann Doskozil sagt Behandlungszentrum innerhalb eines Jahres zu, neue Bundesregierung kündigt den Ausbau von Versorgungsstrukturen für ME/CFS-Erkrankte auf Basis des Nationalen Aktionsplans an, erste Forschungsprojekte sind in Umsetzung.
Wichtige erste Weichenstellungen sind endlich durchgesetzt, jetzt geht es um Tempo bei der Umsetzung. Denn 80.000 Betroffene können nicht weiter mit einer katastrophalen medizinischen Versorgung abgespeist werden
, fordert die gemeinnützige WE&ME Foundation anlässlich ihrer sechsten Stakeholderkonferenz, an der 51 Experten und Vertreter von Institutionen teilgenommen haben.
Im Mittelpunkt der Konferenz standen Berichte über die wichtigsten aktuellen Forschungsprojekte, die durch Finanzierung von WWTF und WE&ME Foundation durchgesetzt werden konnten, das Thema der spezifischen Pflege für ME/CFS-Patienten und Rehabilitationsmaßnahmen für Erwachsene und Kinder mit ME/CFS. Gemeinsam mit der wachsenden Zahl an Unterstützern will die WE&ME Foundation nun Tempo bei der Umsetzung der Maßnahmen durchsetzen.
Wir brauchen einen raschen Beschluss des erarbeiteten Nationalen Aktionsplans durch Bund, Länder und Sozialversicherungen und dann eine rasche Umsetzung der Maßnahmen, wie etwa die Schaffung von Behandlungszentren in allen Bundesländern. (…) Vor gut einem Jahr hat es noch wenig Unterstützung durch die Politik gegeben, jetzt haben wir es gemeinsam mit den Betroffenen geschafft, endlich Bewegung in die Bekämpfung von ME/CFS zu bringen.
, so die Gründer der WE&ME Foundation, Gerhard und Gabriele Ströck.
ME/CFS ist eine chronische Multisystemerkrankung, die sich unter anderem durch massive Erschöpfungszustände auszeichnet. Für Betroffene können schon kleine Tätigkeiten überlastend sein, viele von ihren sind in ihrem Alltag eingeschränkt, können keiner Arbeit mehr nachgehen oder sind sogar bettlägerig.
Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Zahl der an ME/CFS-Betroffenen sprunghaft angestiegen, da diese Erkrankung eine von vielen möglichen Folgeschäden von Corona-Infektionen sein kann. Rund 1% aller Infizierten entwickeln nach der Akutinfektion ME/CFS. Trotz der inzwischen großen Zahl Betroffener – alleine in Österreich über 80.000 – ist die Versorgungslage katastrophal, es fehlt an Experten, Fachleuten, aber auch an Behandlungszentren und -möglichkeiten.
Die WE&ME-Foundation setzt sich unter anderem für eine bessere Versorgung und Forschung ein. Ihre Gründer sind die Inhaber der Bäckerei Ströck, und sie wissen aus familiärer Betroffenheit, wie das Leben mit dieser Erkrankung aussieht: 2 der 3 ihrer Söhne sind schwer an ME/CFS erkrankt. (OTS, red.)
Weitere Informationen auf weandmecfs.org
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Bild: Von Lea Aring/Deutsche Gesellschaft für ME/CFS – Die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS hat diese Fotos bei der Fotografin Lea Aring in Auftrag gegeben., CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=154867062






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