Der grüne Gesundheitsminister Österreichs steht derzeit von vielen Seiten in der Kritik: Seine große „Gesundheitsreform“ sei das „Ende der solidarischen Gesundheitsvorsorge“ meint etwa die Ärztekammer, diverse Fachleute warnen vor der Installierung eines „Bewertung-Boards“ bei der Gabe teurer Medikamente (im Detail HIER nachlesen).

Zu allem Überdruss schwappt nun eine nie dagewesen Corona-Welle über das Land: Im Heimatbundesland des Ministers werden aktuell die höchsten, je gemessenen Daten (per Abwassermonitoring) verzeichnet. Die „Rauch-Welle“ hat Österreich im Griff, die Folge sind schon jetzt partielle Überlastung der Spitäler, die darauf vermehrt mit Rückkehr zu Schutzmaßnahmen reagieren (AKH Wien) und Rekord-Krankenstände. Die Mär von der „stabilen Immunität“ in der Bevölkerung und die Fabel einer „milden“ Omikron-„Verkühlung“ brechen derzeit wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

Bisher gedenkt der zuständige Minister aber offenbar, nichts dagegen zu unternehmen, zumindest sind keine öffentlichen Äußerung überliefert. Darum hat Das Medium 15 Fragen an Johannes Rauch, die in zur Rückkehr zu seiner eigentlichen Arbeit inspirieren mögen:

  1. Wann startet das Ministerium eine massive Impfkampagne?
  2. Wann werden verpflichtende Infektionsschutz-Maßnahmen zumindest im Gesundheitswesen wieder eingeführt?
  3. Wie will man die Bevölkerung über die aktuelle Infektions-Welle, ihre Gefahren und Folgen aufklären?
  4. Wann gedenken Sie, ihre Fehler der letzten Monate öffentlich zu kommunizieren und sich dafür bei den tausenden Betroffenen und ihren Familien zu entschuldigen?
  5. Wann werden Luftfilter-Geräte in Bildungseinrichtungen gesetzlich vorgeschrieben?
  6. Wie wollen sie überlastete Spitäler und dauerkranke(s) Ärzte/Pflegepersonal akut entlasten?
  7. Welche Versorgungseinrichtungen für Long/Post-Covid Betroffene und Betroffene anderer Infektionsfolgekrankheiten sind geplant?
  8. Welche Maßnahmen sind bezüglich der massiven psychischen Belastung von Kindern und Jugendlichen durch regelmäßige Infektionen/Krankheiten und folgende Einschränkungen im (Schul-)Alltag geplant?
  9. Was sagen Sie Kindern, Jugendlichen und deren Eltern, die derzeit wieder mit massiven Unterrichtsausfall (bis hin zu Klassenschließungen) konfrontiert sind?
  10. Warum halten Sie sich nicht an den von ihren selbst initiierten „Virusvarianten-Management-Plan“?
  11. Wann wird SARS-Cov19 wieder in die Liste meldepflichtiger Krankheiten aufgenommen?
  12. Wann gibt es wieder gratis Schnelltests für die Bevölkerung?
  13. Wie wollen Sie die aktuelle Infektionswelle brechen?
  14. Wie wollen Sie kommende Infektionswellen verhindern?
  15. Wann treten Sie zurück?

Titelbild: © Bernhard Schindler / gemeinfrei – Creative Commons Lizenz

Die Grünen from Vienna, Austria, CC0, via Wikimedia Commons

Eine Antwort zu „15 Fragen an Gesundheitsminister Johannes Rauch“

  1. 16. Was würde „der Anstand“ nun tun?

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