Jeden Herbst/Winter das selbe Problem für Eltern: Wie schützt man seine Kinder – und damit sich selbst – vor Corona-Infektionen, insbesondere vor jenen, die über den Kindergarten oder die Schule nach Hause kommen? Nach einer US-Studie sind Bildungseinrichtungen für bis zu 70% der Infektionen verantwortlich, nicht nur die Kinder selbst, sondern auch Eltern (und andere Angehörige) sind einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt.
Die Mär eines für Kinder „harmlosen“ Virus ist inzwischen hinlänglich widerlegt. Und selbst wenn Kinder in der Regel zumindest etwas besser mit Corona-Infektionen zurecht kommen als Erwachsene: Die Gefahr bleibt bestehen für Eltern und Großeltern – insbesondere für jene, die selbst Risikogruppen angehören.
Die kollektive Lösung wäre einfach, sofort umsetzbar und auch nicht sonderlich kostenintensiv: Verpflichtende Luftfilter für alle Bildungseinrichtungen, in Kombination mit CO2-Messgeräten. Bis zu 80% aller Infektionen würden so laut aktuellen Studien verhindert. Nebenbei reduziert diese Lösung nicht nur Corona-Infektionen, sondern auch Ansteckungen mit allen anderen über den Luftweg übertragenen Erkrankungen. Einzig: Die Politik in unseren Breiten zeigt sich bisher uneinsichtig, ignorant, lernunwillig, innovationsfeindlich und hat kein Interesse am Wohl der Kinder und deren Eltern. Dass es mit Luftfiltern ginge, zeigen andere Länder übrigens bereits vor.
Schlussendlich bleibt vorerst Eltern nur die Option privater, individueller Schutzmaßnahmen und -pläne, um seine Kinder und sich bestmöglich zu schützen.
Folgende Schutzmöglichkeiten stehen zur Verfügung und haben sich als hilfreich erwiesen:
Corona-Schutz für Kinder
Die schwerere Aufgabe besteht zweifelsohne darin, seine Kinder vor Infektionen zu schützen, da diese (altersabhängig) nur bedingt kooperationsfähig sind und sich in der relevanten Zeit nicht unter eigener Aufsicht befinden. Dennoch bieten sich folgende Optionen an:
- Impfung: Corona-Impfungen (für Kleinkinder: off-Label verfügbar) sind weiterhin ein tool, Infektionen zu verhindern oder zumindest ihre „Schwere“ zu minimieren. Zu bedenken ist, dass die „Immunität“ meist nur 1-2 Monate gegeben ist, dass Infektionen trotz Impfung möglich sind und dass Impfungen das Long Covid-Risiko und das Risiko für andere Folgeschäden zwar senken, aber nur minimal. Sich einzig auf die Impfung zu verlassen ist in jedem Fall zu wenig.
- Luftfilter: Ausgehend von der Situation, dass sich in Österreich und Deutschland politische Verantwortliche und weitgehend auch Schulen selbst bisher weigern, Kinder zu schützen, obliegt der Einsatz dieses tools vorerst engagierten Privatinitiativen. Manchen Eltern ist es gelungen, die Kiga-/Schulleitung von den Vorteilen zu überzeugen, sie konnten – oft auf eigene Kosten – Luftfilter in den Bildungsstätten aufstellen. In der Mehrheit der Fälle war es bisher allerdings so, dass solche Lösungen am Widerstand der Leitung und/oder anderer Eltern scheiterten. Ob eine derartige Lösung gefunden werden kann, hängt nicht unerheblich von den Umständen vor Ort ab, dem Level der Informiertheit der Leitung der Bildungseinrichtung und der Einstellung anderer Eltern. Einen Versuch ist es aber in jedem Fall wert. (Hinweis: Hier wird ausdrücklich dazu ermutigt, sich für die Installation von Luftfiltern/CO2-Messgeräten einzusetzen. Sollte es am Widerstand der Kiga-/Schulleitung scheitern, steht über Mail an christian.klosz@gmx.net ein Kanal offen, den Sachverhalt zu schildern. Gerne setze ich mich persönlich dafür ein, bei den Verantwortlichen in meiner Funktion als Journalist nachzufragen oder über konkrete Missstände auf dieser Website zu berichten!)
- Maske: Für Erwachsene ist die FFP2/3-Maske weiterhin das beste tool, sich vor Corona-Infektionen zu schützen. Natürlich gilt das grundsätzlich auch für Kinder, wobei das dauerhafte Tragen insbesondere für Kindergartenkinder eine schwer zu realisierende bis unmögliche Option ist. Schulkinder können dahingehend sensibilisiert werden, wenn sie sich freiwillig dazu entscheiden, in ihren Schulen Masken zu tragen, ist das großartig. Gleichzeitig ist zu bedenken, dass Kinder keine mündigen Erwachsenen sind und auch andere Faktoren wie Gruppendruck oder die allgemeine „Kultur“ an der Schule eine Rolle spielen. Darum sollte die „Maske“ nicht die einzige verfügbare Option für den Schutz der Kinder sein, da sie nicht immer und überall um- und einsetzbar ist.
- Antivirale Nasensprays wie Algovir, VirX etc.: Viele Eltern schwören angesichts der schweren Realisierbarkeit anderer Schutzmaßnahmen bei ihren Kindern auf Nasensprays, die vor Infektionen schützen sollen. Der Zeitaufwand ist minimal, die Kosten sind überschaubar. Und Studien zeigen, dass der Einsatz solcher Mittel Infektionen mit Corona oder anderen Viren durchaus verhindern oder abschwächen kann. Zu bedenken bleibt, dass sie nur in der Nase wirken, Infektion über Atmung durch den Mund also weiter ungehindert möglich ist. Außerdem sollten all diese Mittel nicht dauerhaft und pausenlos genommen werden, da sie die Nasenschleimhaut schwächen oder gar zerstören können – und damit das Gegenteil bewirken. Besonders bei Kleinkindern sollte der Einsatz mit Vorsicht erfolgen und ggf. ärztlich begleitet werden (Kontrolle der Auswirkungen auf die Schleimhäute). Unter bestimmten Voraussetzungen (insb. Zeiten hoher Infektionen im Kindergarten/der Schule) sind Nasensprays aber fraglos ein tool, um Ansteckungen mit Corona bei Kindern zu verhindern.
Corona-Schutz für Eltern von Kindergarten- und Schulkindern
Leichter zu bewerkstelligen ist der Schutz der Eltern mit Kindern im Kindergarten oder der Schule. Wie bereits erwähnt zeigen Erhebungen, dass selbst bei Erwachsenen der Großteil von Corona-Infektionen über ihre Kinder kommen. Wer sich selbst vor weiteren Infektionen schützen will – insbesondere Eltern, die Risikogruppen angehören oder bereits an Long Covid leiden – hat mehrere, praktikable Optionen zur Verfügung:
- Luftfilter: Eines der besten im im Alltag am wenigsten „invasiven“ tools ist die Anschaffung von HEPA-Luftfiltergeräten für Zuhause, in Kombination mit einem CO2-Messgerät, das die Konzentration ausgeatmeter Luft misst, was Rückschlüsse auf möglicherweise vorhandene Virenmengen zulässt. Wer in großen Wohnungen/Häusern wohnt, kann sich überlegen, jedes regelmäßig genutzte Zimmer mit eigenen Geräten auszustatten. Aber auch ein einzelnes „Hauptgerät, ggf. in Kombination mit einem tragbaren Kleinfiltergerät, kann eine Lösung sein. Sollte das Kind das Virus aus dem Kindergarten oder der Schule mit nach Hause bringen, besteht so eine gute Chance, die Weitergabe zu verhindern.
- Testen: Insbesondere wenn man Kindergartenkinder zu Hause hat macht regelmäßiges Testen dieser Sinn. So lassen sich mögliche Infektionen vorab erkennen und deren Weitergabe an Eltern oder Geschwister verhindern. Es empfehlen sich Corona-Schnelltests und für Kleinkinder Lolli-Tests, die idealerweise mehrmals wöchentlich am Kind durchgeführt werden, in jedem Fall beim Auftreten von Symptomen. Ideal sind PlusLife-Teststationen, deren Genauigkeit nahe an jener von PCR-Tests liegt. Diese sind auch für Laien leicht zu handhaben und sollten idealerweise 1-2 Mal wöchentlich durchgeführt werden.
- Masken: FFP2/3-Masken können auch ein tool für das Zuhause sein: Wenn beim Kind eine Infektion über Tests festgestellt wird, sollten die Eltern (und das Kind, wenn altersbedingt zumutbar) in jedem Fall Masken tragen, wenn eine dauerhafte Absonderung nicht möglich ist. Für Eltern mit besonderen Risikofaktoren, die eine Corona-Infektion um jeden Preis verhindern müssen, bietet sich an, immer dann Maske zu tragen, wenn das Kind Symptome irgendwelcher Art zeigt und eine Corona-Infektion durch Tests nicht eindeutig ausgeschlossen werden kann.
- Impfung: Natürlich bleibt auf die Impfung ein tool für Erwachsene, um eine Ansteckung bei ihren Kindern zu verhindern oder abzuschwächen.
von Christian Klosz
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-> Darum ist die Rückkehr zu Corona-Schutzkonzepten unumgänglich
Bildquelle: Fotomontage – imgbin bzw. dronepicr – Corona Face mask FFP2, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=95902656






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