5 Jahre nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist es vielleicht tatsächlich an der Zeit für eine Aufarbeitung. Aber eine komplette, die zuallererst die Schäden an der Gesellschaft in den Blick nimmt, die in den letzten Jahren durch die kollektive Verdrängung entstanden sind.
Wenn man ernsthaft aufarbeiten will, muss man die in den Fokus nehmen, die durch die Pandemie am meisten litten und leiden: Familien, die Angehörige verloren haben. Menschen, die an Folgeschäden durch Infektionen wie Long Covid und ME/CFS leiden. Jene, deren allgemeiner Gesundheitszustand sich durch Infektionen verschlechtert hat. Aber auch das Gesundheitswesen und den Arbeitsmarkt, der unter der wachsenden Zahl chronisch Kranker leidet.
Auch das, was die die Verrohung der Gesellschaft, das in-Kauf-Nehmen von vermeidbaren Toten und Kranken, die implizite Einteilung in „Starke“ und „Schwache“ mit sich gebracht hat gehört aufgearbeitet. Der Ausschluss chronisch Kranker, Vulnerabler und jener, die ihre Gesundheit nachhaltig schützen wollen und müssen aus der Gesellschaft. Es hatte und hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf das massive Erstarken rechtsextremer bis faschistischer Ideologien und Parteien.
-> Aufarbeitung der Nachbetrachtung: Über gängige Leerstellen der Pandemienachbetrachtungen (Gastartikel von Paul Schuberth)
Natürlich gehören auch die Opfer von Impfschäden mit einbezogen. Jene Menschen, die psychisch unter Schutzmaßnahmen wie Lockdowns gelitten haben. Und Unternehmen, Einzelpersonen, Familien, die wirtschaftlich von den Lockdowns und anderen Maßnahmen betroffen waren. All das ist wichtig. Doch der gegenwärtige Fokus dieser von vielen Seiten geforderten Aufarbeitung, die nicht selten pandemierevisionistische Narrative oder Querdenker-Logiken bedienen, ist völlig falsch.
von Christian Klosz
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Titelbild: KI-generiert






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