Nach dem Attentat auf Donald Trump letzten Sonntag verstummte die Debatte um Joe Bidens gesundheitliche Eignung als demokratischer Kandidat für weitere 4 Jahre für einige Tage. Im Hintergrund liefen die Gespräche allerdings weiter, inzwischen haben sich gewichtige Demokraten wie Adam Schiff auch öffentlich kritisch zu einer erneuten Kandidatur Bidens geäußert.
Nun der nächste Rückschlag: Gestern wurde bekannt, dass sich Biden bei seiner Wahlkampftour mit Covid infiziert hat. Seine letzte Infektion liegt etwa 2 Jahre zurück. Es gab wiederholt Spekulationen, dass sich sein Gesundheitszustand in der Zeit seither vor allem deshalb so verschlechtert haben könnte. Um ihn vor weiteren Infektionen zu schützen, die in seinem hohen Alter in jedem Fall eine Gefahr darstellen, war es lange Zeit Usus, dass nur PCR-getestete Personen Biden persönlich treffen durften, wie aus Hintergrundberichten zu erfahren war. In einem aktiv betriebenen Wahlkampf ist so etwas freilich schwer sicherzustellen.
Bidens Arzt wird in US-Medien mit der Aussage zitiert, dass Biden bei ihm mit Atembeschwerden, Husten und Schnupfen vorstellig wurde. Ein PCR-Test sollte dann die Covid-Infektion bestätigen.
Inzwischen wurde von den Demokraten bekannt gegeben, dass Biden seinen Wahlkampf aussetzt und sich in seinem Privathaus isoliert. Ebenfalls publik wurde, dass er medikamentös mit Paxlovid behandelt werde. Das Mittel gilt bisher als einziges erprobtes Medikament gegen Covid-Erkrankungen. Empfohlen ist es insbesondere für ältere Personen und Risikogruppen, zu denen Biden zweifelsohne zählt.
Während der Zugang für ihn einfach ist, wurde für Privatpersonen die Verfügbarkeit dieses potentiell lebensrettenden Medikaments in den letzten Jahren immer weiter reduziert: Eine von Bidens Regierung selbst beschlossene Novelle soll ab Herbst greifen und die Kosten von weit über 1000€ pro Packung auf Privatpersonen übertragen, die diese selbst zahlen müssen. Wer das Geld nicht aufbringen kann, hat Pech.
Ähnliche Vorgänge gab es im letzten Jahr übrigens auch in Österreich und Deutschland. Die Verfügbarkeit des Medikaments wurde erschwert bis unmöglich gemacht, selbst für Risikopatienten. In Österreich kam in der massiven letzten Covid-Winterwille hinzu, dass durch ein Versagen des von Johannes Rauch geführten Gesundheitsministeriums viel zu wenige Packungen des Mittels bestellt worden waren und es zu Versorgungsengpässen kam. (ck)
Bild: By The White House – P20210120AS-6164, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=99605304






Hinterlasse einen Kommentar