Amerika steht unter Schock: Heute Nacht (Abend nach Ortszeit) wurde Donald Trump, voraussichtlicher Kandidat der Republikaner für die Wahl im Herbst, Opfer eines Attentats. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania wurden mehrere Schüsse Richtung Bühne abgefeuert, Trump wurde am Ohr getroffen und wurde blutend von Secret Service-Mitarbeitern von der Bühne gezerrt. Der Ex-Präsident hat den Anschlag leicht verletzt überlebt.

Augenzeugen berichten, dass der Schütze auf ein Gebäude gegenüber der Veranstaltung geklettert war und von dort aus 5 Schüsse mit einem Gewehr abgegeben hatte. Dabei wurde ein Zuschauer getötet und mehrere weitere schwer verletzt. Laut Angaben von US-Medien wurde der Schütze getötet. Nun soll das FBI die Hintergründe des Anschlags ermitteln. Bisher gibt es keine Infos über das Motiv und die Identität des Täters, spekuliert wird über einen „ausländischen“ Terroranschlag, aber natürlich auch einen innenpolitisch motivierten Attentatsversuch.

Der Anschlag fällt in einer Zeit höchster politischer Spaltung in den USA, die sich im Wahlkampf für die Präsidentenwahl im Herbst befinden. Die letzten Wochen waren von der Debatte um die gesundheitliche Eignung von Joe Biden geprägt, immer mehr demokratische Politiker und namhafte Spender wandten sich von ihm ab und forderten einen neuen Kandidaten. Durch die heutigen Ereignisse werden diese Themen zumindest vorerst in den Hintergrund treten.

Biden verurteilte in einer Pressekonferenz den Anschlag auf Trump. Er versuchte, die gespaltene Nation zu „einen“ und sich klar gegen diese Form der Gewalt auszusprechen. Er würde für Trump „beten“, so der Präsident. Trump selbst bedankte sich in einem Social Media Statement beim Secret Service. Zu erwarten ist, bei aller Tragik, dass er versuchen wird, die Vorgänge zu seinem Vorteil zu nutzen: Das Attentat passt in die Erzählung vom Polit-„Märtyrer“, der von seinen Gegner verfolgt wird. Die ohnehin großen Chancen auf einen Wahlsieg Trumps im November, insbesondere gegen einen Kandidaten Biden, sind damit vermutlich noch einmal um ein Vielfaches gestiegen. Klar ist aber auch: Hätte der Schütze ein paar Zentimeter weiter rechts gezielt bzw. getroffen, wäre Donald Trump tot.

Natürlich bleibt unklar, wie es die nächsten Wochen und Monate weitergehen wird. Die Geschichte der Anschläge auf US-Politiker und -Präsidenten offenbart undurchsichtige Hintergründe. Gerade um den Mord an John F. Kennedy ranken sich seit jeher Gerüchte und Erklärungen, die etwa eine Involvierung von US-Behörden oder anderer bedeutender politischer Kräfte inkludieren. Sollte das in irgendeiner Form auch hier der Fall sein, es sich also nicht um einen Einzeltäter handeln, sondern einen „Auftragsmord“, sind weitere Attentate nicht ausgeschlossen. (D.M./ck)

Titelbild: Screenshot Youtube

Eine Antwort zu „Attentat auf Donald Trump: Ex-Präsident überlebt“

  1. […] in seiner Partei die Alarmglocken schrillen, Rufe nach einem Rücktritt wurden lauter. Im Juli überlebte Trump knapp ein Attentat, seine Rolle als „Märtyrer“ ließ ihn zu dem Zeitpunkt als fast sicheren Sieger […]

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