Von der breiten Öffentlichkeit und den meisten Medien unbemerkt änderte die CDC, die amerikanische Behörde für „Seuchenkontrolle“ (Centers for Disease Control and Prevention) und damit Teil des US-Gesundheitsministerium, vorgestern ihre Einschätzung zu Covid-19 und die entsprechenden Empfehlungen zum Umgang damit (siehe Titelbild).
von Christian Klosz
Die Kernaussage ist, dass es sich bei Covid-19 – ungleich Influenza (Grippe) – um eine ganzjährige Bedrohung handelt, die nicht nur saisonal, sondern zu jeder Jahreszeit auftreten und zu Infektionswellen führen kann. Folglich rät die CDC zu mehrschichtigem Schutz, einschließlich sauberer Luft.
Die Forderung nach sauberer Luft („Steps for cleaner air“) wird als „Core prevention strategy“ bezeichnet: Es ist dies die erste Forderung der Behörde dieser Art, die sich auch als Aufforderung an Politik, Wirtschaft und Bevölkerung verstehen lässt, Strategien zur Lufthygiene (etwa den Einsatz von Luftfiltern) zu entwickeln und umzusetzen. Daneben wird auf Impfungen, Hygiene, medikamentöse Behandlungen und Isolation bei Infektion verwiesen.
Als zusätzliche Präventionsstrategien werden Maske, Testen und Social Distancing empfohlen.
Angesichts der bei uns derzeit (an)rollenden Covid 19-Sommerwelle täten auch unsere Behörden und die Politik allgemein gut daran, entsprechende Informationen und Empfehlungen bereit zu stellen. Da dies kaum zu erwarten ist, sollte zumindest die informierte Bevölkerung sich ein Vorbild an der Einschätzung des US-Gesundheitsministeriums nehmen.






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